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Gartenplanung

Eine gute Gartengestaltung „inszeniert“ den Garten. Der Betrachter wird „manipuliert“, sein Blick wird gelenkt, sein Raumempfinden beeinflusst und seine Neugier geweckt.

Dies erreicht man beispielsweise durch optische Täuschung; Hecken, Mauern oder Zäune lassen beispielsweise einen langgezogenen, schmalen Garten kürzer und breiter wirken. Sichtbarrieren, die den Blick auf den hinteren Garten verdecken unterbrechen hier ebenfalls die Schlauchwirkung und lassen den Garten größer wirken, weil der Betrachter die Proportionen des Grundstücks nicht mehr auf einen Blick erfassen kann.

In kleinen Gärten schafft Symmetrie Harmonie. Ein übersichtlicher Aufbau wirkt einladend und harmonisch. Ein Grund dafür ist, dass ein solcher Garten die geometrische Linienführung des Wohnhauses perfekt fortführt. Lineare Wegführung und kreisrunde oder quadratische Beete sind dabei wichtige Elemente.

Die wichtigsten Instrumente des Gestalters, um den Blick des Betrachters zu lenken sind Sichtachsen und Blickpunkte:
Auf großen Grundstücken kann dies eine Pavillon oder ein allein stehender Blütenstrauch sein, in kleineren Gärten erfüllt eine Skulptur oder Vogeltränke den gleichen Zweck. Auch hier spielt die optische Täuschung eine Rolle: Ein schmaler linearer Weg betont die Länge der Achse und lasse den Garten größer wirken, was durch einen Blickpunkt am Ende der Achse noch verstärkt wird.
Die Sichtachsen sollten an häufig genutzten Plätzen im Garten beginnen, etwa am Sitzplatz oder an der Terrassentür.

Ein weiterer Schlüssel für ein harmonisches Gesamtbild ist eine gute Raumaufteilung.
Die einzelnen Gartenräume müssen dabei nicht unbedingt von Hecken oder Zäunen abgegrenzt werden. Auch Staudenbeete, die in den Rasen hineinragen oder ein anderer Bodenbelag bei Sitzplätzen lassen einen neuen Gartenraum entstehen.

In vier Schritten zum neuen Garten

1. Schritt: Bestandsaufnahme
Bevor Sie mit dem Skizzieren Ihrer neuen Ideen beginnen, sollten Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Grundstücks vornehmen. Am einfachsten ist das, wenn man sich auf Millimeter-Papier einen Plan des Grundstücks aufzeichnet mit allen Elementen die bereits vorhanden sind. Es reicht dabei völlig Umrisse maßstabsgetreu einzuzeichnen. Ein guter Maßstab hierfür ist 1:50.
Von einer eventuell vorhandenen alten Bepflanzung sollte man nur das übernehmen, was gesund und attraktiv ist.

2. Schritt: Wunschliste
Um möglichst viele verschiedene Ideen und Entwürfe ausprobieren zu können, legen Sie am besten ein Transparentpapier über den Bestandsplan.
Nun sollte man mit den wichtigsten Elementen beginnen. Diese wären zum Beispiel ein Sichtschutz zur Gartengrenze oder Sonnenschutz für die Terrasse. Wie bei einem Puzzle kann die Elemente hier von einer Ecke in die andere schieben. Beim Zeichnen stellt man in der Regel schon fest was zusammen harmoniert und was eher nicht. Außerdem sieht man was sich nicht umsetzen lässt. Bei der Platzierung sollte man die Lage und Größenverhältnisse berücksichtigen. Beispielsweise brauchen Gemüsegärten viel Sonne, Sitzplätze sollten eher schattig sein.

3. Schritt: Detailplanung
Hier arbeitet man die Ideen, für die man sich entschieden hat, im Detail aus. Aus dem Sichtschutz wird jetzt eine Hecke, aus dem Sonnenschutz ein kleinkroniger Baum. Wege und Sitzplätze werden eingeplant.
Jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen um sich für einen Gartenstil zu entscheiden. Prüfen sie ob im Familiengarten alle auf ihre Kosten kommen oder ob es im pflegeleichten Garten nicht doch zu viele Beete gibt. Doch nicht nur der Stil ist entscheidend. Ein Garten sollte auch praktisch sein was die Wegeführung oder die Lage des Geräteschuppens betrifft. Die Lage und Größe der Gartenelemente sollten sie auch jetzt festlegen, sowie die Materialfrage bei Pflastersteinen und Gartenzaun endgültig entscheiden.

4. Schritt: Pflanzenauswahl
Die Pflanzenauswahl erfolgt zum Schluss; sie ist der aufwändigste Teil der Detailplanung. Dabei ist auf die unterschiedlichen Standortansprüche der Pflanzen zu achten sowie auf deren Platzbedarf. Sie sollten versuchen die Blütezeiten und Laubfarben so zu kombinieren dass der Garten zu jeder Jahreszeit attraktiv aussieht. Immergrüne und Winterblüher leisten hier in der kalten Jahreszeit wertvolle Dienste.

Harmonisch wird ihr Garten oder ein Beet mit einem Gestaltungsmotto.
So kann man zum Beispiel die Rose zum Motto eines Beetes machen und dieses mit Rosen und passenden Begleitpflanzen wie Frauenmantel und Rittersporn gestalten.

Wichtig ist auch die Festlegung eines Farbkonzepts. Sie sollten die Blüten-und Blattfarben aufeinander abstimmen, nicht alle Farbtöne harmonieren miteinander.

Blattschmuckpflanzen sind ebenfalls ein wichtiges Element als Vermittler zwischen den leuchtenden Blütenfarben.
Außerdem sollte man die Wirkung der Farben nicht ganz außer acht lassen. Man unterscheidet warme Töne, wie Orange und kühle, wie blau. Beispielsweise wirkt gelb fröhlich, rot steht für Temperament und kann unruhig wirken.

Mehr Informationen unter: www.mein-schoener-garten.de

Sprechen Sie mit uns, wir kommen vor Ort und beraten Sie gerne und unverbindlich.

 

 

Pflanztipps

Wann sollte ich pflanzen?
Das Pflanzen von Containerware ist ganzjährig möglich; wurzelnackte Pflanzen und Ballenware sollte man nur im Frühjahr (ca. März bis Mai) und Herbst (August bis Anfang November, je nach Witterung) aussetzen. Der Boden muss frostfrei sein und darf auch nicht zu nass sein. Jedoch hängt der richtige Zeitpunkt auch von der Pflanze ab: Immergrüne Gewächse können oft schon im August gepflanzt werden, warten sollte man bei laubabwerfenden Gehölzen bis diese ihr Laub verloren haben.
Wurzeln?
Ihre Pflanzen dürfen vor dem Einpflanzen im Wurzelbereich nie austrocknen; decken Sie deshalb ballenlose Ware am Besten mit Erde, mindestens aber mit einem feuchten Tuch (nur kurzfristig!) ab. Für Container- und Ballenware jedoch gilt gleichermaßen: Vor dem Pflanzen gut wässern, denn in der Regel gibt deren Erde Wasser an den Gartenboden ab.
Um das Wachstum der für die Nährstoffaufnahme wichtigen Faserwurzeln zu fördern, sollten Sie bei wurzelnackten Pflanzen alle, besonders aber beschädigte und abgeknickte Wurzeln mit einer scharfen Gartenschere um einige Zentimeter stutzen.

Vorbereitung
Damit Pflanzen sich entfalten können, müssen die Startbedingungen stimmen: Ein gut durchlüfteter und fruchtbarer Boden bildet die Grundlage für eine gesunde und optimale Entwicklung jeder Pflanze, wohingegen ein verdichteter, undurchlässiger Boden bei längeren Regenfällen für Staunässe und in Trockenperioden für Wassermangel sorgen würde.
Um den Wurzeln die Möglichkeit zu geben sich auszubreiten und auch um die Wasserdurchlässigkeit zu fördern, sollte man den Boden zur Topf- bzw. Ballengröße mindestens doppelt so breit und tief lockern. Zudem sollte man darauf achten, dass das Wasser versickern kann und nicht aufgrund einer Lehmschicht im Boden stehen bleibt.

Das Einpflanzen
Zunächst wird nun eine Schicht Pflanzerde oder aufgelockerter Mutterboden ins Pflanzloch gefüllt; die Pflanze wird mittig darauf gestellt. Anschließend füllt man das Pflanzloch ringsum mit Erde auf. Zur Nährstoffversorgung kann zugleich ein Dünger, z.B. Hornspäne, in den Boden mit eingearbeitete werden. Danach sollte gründlich gewässert werden, um noch vorhandene Hohlräume zwischen Erde und Wurzeln zu schließen. Auch im Winter oder bei regnerischem Wetter gilt: Nach dem Einpflanzen müssen alle Pflanzen kräftig gegossen werden.
Sie sollten beachten, dass Sie Pflanzen immer so tief einpflanzen wie sie vorher standen. Die Erdabdeckung sollte höchstens 1-2 fingerbreit über dem Ballen bzw. der Containerfläche liegen.
Binden Sie junge Bäumchen und Höchstämmchen an einen Stützpfahl; Schlagen Sie diesen dafür senkrecht in den Boden, so sorgen Sie für festen Halt und einen guten Start!
Rindenmulch eignet sich hervorragend, um die Erde feucht zu halten und das Bodenleben zu fördern, außerdem hält er lästige Unkräuter fern. Eine etwa 5 cm hohe Schicht rund um das Pflanzloch reicht aus.

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